6. Strategiekongress am 4. und 5. Dezember 2019

Am 4. und 5. Dezember 2019 findet der 6. Strategiekongress in Bensberg statt. Er steht unter einem traditionsreichen und zugleich sehr aktuellen Thema: Macht und Umgang mit Macht in der Kirche.

Der Kongress wird Formen, Strukturen und Mechanismen von Macht in der Kirche sichtbar und einem konstruktiven Diskurs zugänglich machen.

Kongressstruktur

Am ersten Tag werden vormittags Menschen zu Wort kommen, die aus eigener Erfahrung etwas zu Macht oder Ohnmacht erzählen können. Nachmittags werden Expertinnen und Experten das Thema Macht systematisch aus psychologischer, soziologischer und theologischer Perspektive betrachten.

Am zweiten Tag wird es vormittags zahlreiche Workshops geben, die einzelne Facetten herausgreifen, z.B. Frauen und Macht, strukturelle Macht oder Macht und Spiritualität. Am Nachmittag bündeln wir das Ganze, um einen Transfer in die unterschiedlichen Anwendungsfelder zu ermöglichen.


Der Kongress ist vorbei. Sie finden hier neben Informatioenen zum Programm und zu den Protagonist*innen die Ergebnisse der Workshops und der Gruppenarbeit am zweiten Tag des Kongresses. Gerne verweisen wir zudem auf die Themenwoche Macht des Domradios anlässlich des Kongresses:

Ergebnisse

Am zweiten Kongresstag wurden in parallelen Workshops einzelne Facetten von Macht vertieft. Vorbereitend auf die Transformation erfolgten fachliche Inputs und erarbeiteten die Teilnehmer*innen mit den Referent*innen Ansätze und Möglichkeiten der Transformation für die kirchliche Praxis.

Anschließend bearbeiteten die Teilnehmer*innen in Gruppenarbeit selbstgewählte Themen, die sich als zentral gezeigt haben, um daraus Statements, Ideen oder Handlungsempfehlungen zu formulieren.

In beiden Phasen wurden die Ergebnisse der Arbeit auf Plakaten festgehalten, die im Folgenden dokumentiert sind:

Ergebnisse der Workshops

1. Workshoprunde:

  • Entscheidungen brauchen eine Letztverantwortung
  • Konsent erscheint sehr aufwändig
  • Verfahrensfairness
  • guter Blick erforderlich, um Entscheidungsverfahren passend zum Problem zu finden
  • Die Beteiligung muss ehrlich sein, nicht nur zum Schein
  • Veränderung von Entscheidungsverfahren verändert nicht die Hierarchie – wie verändern wir das System?

2. Workshoprunde:

  • Man muss verfahrensloyal bleiben, um Unterwanderung zu verhindern
  • Anlass der Entscheidung und Verfahren müssen zusammenpassen
  • Es braucht eine passende Kultur …
  • Mit wie “wenig” kann man starten? Reicht ein neues Verfahren?
  • alternative Entscheidungsverfahren – “alternative Leitung” von Pfarreien!?
  • Entscheidungsverfahren können noch so toll sein. Hilft nix, wenn die zugrundeliegende (Unternehmens-)kultur nicht passt.
  • Es gibt so viele Möglichkeiten, Macht zu teilen! Es braucht die passende Kultur / Wechselwirkung mit bestimmten Entscheidungsverfahren

Workshopleitung: Dr. Falko von AmelnPriv.-Doz., Diplom-Psychologe, Berater, Trainer und Coach

Schutzfaktoren:

  • Professionelles Auswahlverfahren
  • Formen für gegenseitiges Verständnis finden
  • (externe) Beschwerdestelle
  • Schutzkonzept
  • Supervision für Haupt- und Ehrenamtliche
  • Spirituelle Neuorientierung – weg von der Wohlfühlspiritualität
  • fachliche Aus- und Weiterbildung
  • Regelung von Nähe und Distanz

Workshopleitung: Karl Haucke, Dozent i.R. der TH Köln, Sprecher des Betroffenenbeirates beim Erzbistum Köln

  • Spirituelle Autonomie!
  • Spiritualität = miteinander Aushalten der Unsicherheit
  • Spiritualität als mögliche Quelle der Einheit der Kirche!
  • “Glaubenserfahrungswelten” ermöglichen
  • unterschiedliche Erfahrungsstufen, nicht immer hat der Pfarrer die höhere Erfahrungsstufe
  • Erkennen und Annahme der eigenen Ohnmacht ist Beginn von Spiritualität

Workshopleitung: Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Professor für Theologie der Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster

  • Macht und Gegenmacht: kreativer Widerstand vs. innere Emigration
  • Welche Machtformen werden in unseren Kirchenbildern und in unseren Christusbildern transportiert?
  • Subtil: Wie wird Macht in der Kirche inszeniert? (Liturgie, Räume, Titel, …)
  • Kreativer Widerstand: Neue Gottesdienstformen, Teamleitung, Selbstermächtigung (Segen)
  • Abschied von der Pastoralmacht in Lehre und in Beziehungen. Was/wer füllt die Lücke?
  • Pastoralmacht = Priestermacht / Männermacht. Reform der Priesterausbildung, Zulassung zum Amt öffnen!

Workshopleitung: Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Direktor des Instituts M.-Dominique Chenu

Macht über Frauen:

  • Defintionshoheit: Was ist eine Frau?
  • Platzanweiserverhalten
  • Verwendung von Begriffen wie “Gleichheit” für Diskriminierung

Abwertungsmechanismen

  • Klerikalismus an der Basis
  • Katholische Konditionierung (Frauen dürfen nicht fordern)

Gründe für Männerbünde

  • Frauen als Feinde
  • Angst vor der Frau als sexuelles Wesen
  • Angst vor Machtverlust
  • Psychologie wichtiger als Theologie

Sprache

  • Gott als Vater. Herr, erbarme dich.
  • Frauen werden ebenfalls mitgemeint

Strategien

  • Machtmissbrauch thematisieren
  • solidarisch sein
  • sich nicht gegeneinander ausspielen lassen
  • Konfrontation und Kooperation
  • Vernetzung

Workshopleitung: Dr. Christiane Florin, Politikwissenschaftlerin und Journalistin, Redakteurin „Religion und Gesellschaft“ beim Deutschlandfunk

  • Klappe halten (“Nicht predigen”)
  • Zuhören/Wertschätzung als Schlüsselqualifikation
  • Orte und Formate, um voneinander zu lernen
  • 3. Weg: Offener Raum, in dem etwas Neues entsteht
  • Transparenz der Vorgegebenheiten (wer entscheidet?)
  • Partizipation ermöglicht, allen mitzukommen (trotzdem verliert man immer jemanden …)

Workshopleitung: Dr. Elisabeth Krause-Vilmar, Pfarrerin, ÖKT-Vorstand und Christoph Stender, Geistlicher Rektor des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Finanzmacht in der Zukunft als Kirche. Macht durch

  • bewusste Verknappung
  • Investieren statt sparen
  • Entscheidung pastoral oder wirtschaftlich
  • vor dem Geld gehen die Leute aus

Veröffentlichung:

  • Nicht nur Finanzzahlen
  • Transparenz – keine Alternative
  • Gewinne erklären und ausschütten!

Keine Einnahmen durch Steuern

  • Kleinere, aber lebendigere Kirche
  • Gute Ideen und Projekte bekommen Spenden
  • Finanzdruck durch Spenden engt pastoral ein
  • Solidarität!

Macht = Ressourcenverteilung

  • wer entscheidet: Pastoral oder Wirtschaft?
  • dezentrale Budgets – Vertrauen schenken und riskieren
  • wie erzeugen wir Musterprojekte und Lösungsorientierung?

Workshopleitung: Andreas Ehart, Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Seckau

  • Es braucht mehr Ordnung heute, für den Zusammenhalt
  • positive Erfahrungen ermöglichen Veränderung
  • Strukturen werden zum Machterhalt missbraucht, nicht nur in Köln
  • Gute Strukturen erschließen Zugänge zur Macht für viele
  • Organisationsstrukturen vs. (informelle) Machtstrukturen
  • Neue Theologie ermöglicht neue Strukturen

Workshopleitung: Dr. Stefan Kiechle SJ, Delegat für Ignatianische Spiritualität und Chefredakteur der Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“, ehem. Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten

  • Führung ist Dialog; Führung und Macht bedeutet zu bewegen und zu lernen “Mir nach – ich folge euch!”
  • Macht der persönlichen Biographie + soz. kult. Prägungen sehr viel stärker als (jede) Struktur von Organisation
  • Es gibt nicht nur “Silberrücken”
  • Führung im double-bind modus

Workshopleitung: Ass.-Prof.in Dr.in Judith Klaiber, Assistenz-Professorin, Institut für Praktische Theologie, Kath. Privat-Universität Linz

  • Erfahrung aller zur Sprache kommen lassen
  • Fachsprache erschließen
  • Substantive in Predigten um 75% reduzieren
  • Sprache (Predigen) auf menschlicher Augenhöhe
  • Predigt probeweise “Laien”, Nichttheologen vorlesen
  • Sprache “für alle Menschen”
  • Gemeinsam vorbereiten: Erfahrung und Theorie zusammenbringen
  • Mut, rückzumelden: Ich verstehe nicht
  • “Laien” sprechen lassen
  • Ich stehe jedes Mal auf und spreche, wenn Machtmissbrauch im Raum ist
  • moderne Sprache = verständlich
  • Adressatengerechte Sprache

Workshopleitung: Monika Oboth, Führungskräftecoach, Trainerin in Gewaltfreier Kommunikation, Systemische Aufstellerin und Teamentwicklerin

Zu den Rändern gehen: Was würde Jesus von Nazareth heute am meisten in der (katholischen) Kirche vermissen?

  • Respekt
  • Die Nähe zu den Menschen, ihren Sorgen, Ängsten
  • Solidarität mit den Armen
  • Das Interesse am einzelnen: “Was willst du, das ich dir tue?”
  • Eine offene Sprache: Zuhören, Fragen
  • Versöhnung nach Konfrontation
  • Mut
  • Aufmerksamkeit für Körperlichkeit

Zu den Rändern gehen: Die Macht der Ohnmächtigen stärken. Wie und wo kann ich die Gestaltungsmacht der Ohnmächtigen unterstützen, stärken, dafür Räume schaffen?

  • Theologische Fachkompetenz zur Verfügung stellen
  • Unterstützung bei Vernetzungsarbeit: Verbündete Männer und Frauen finden
  • Mit der Meinung nicht hinter dem Berg halten: Missstände offen ansprechen
  • Solidarität stärken
  • Die eigenen Ängste hinterfragen
  • Spielräume ausloten
  • Öffentlichkeit nutzen

Workshopleitung: Monika Schmelter, Diplom-Theologin, Maria 2.0 und Andrea Voß-Frick, Diplom-Psychologin, Maria 2.0

  • Struktur verunmöglicht Auftrag der Kirche
  • Offene Kirche: Verfügungsmacht über Gebrauch kirchlicher Räume aufgeben!
  • Sich Rechenschaft darüber geben, von wem ich (innere, äußere) “Erlaubnis” brauche, um ins Tun zu kommen
  • Kirche passiert nicht (nur) innerhalb, sondern (auch) außerhalb der kirchlichen Gebäude in Beziehungen
  • Räume aufgeben
  • Inklusion gibt’s nur in Diversität

Workshopleitung: Prof. Dr. Michael Schüßler, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Universität Tübingen

Im Original – die Plakate der Workshops:

Ergebnisse der Gruppenarbeit

Relevante Aspekte

Stellschrauben:

  • Personal-Entwicklung
  • Leitungseingriff von oben – Frauen in Führungspositionen
  • Miteinander, Beteiligung, Delegation

Was ermöglicht wirklich Transformation der Struktur(en)?

Wie entfalten Stellschrauben Wirkung für eine “Kirche im Fluss” (“Kulturveränderung”)

Quintessenz

Gesunde Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit, Nein-Sagen
Entscheidungsträger nach vorne bringen, die anders denken.
Überdiözesane Netzwerke

Relevante Aspekte

  • Ämter auf Zeit
  • Voneinander lernen:
    Synodalität: Partizipation, Demokratisch
    Klare Entscheidungsstrukturen: Hierarchie als Dienst
  • beim Kongress sehr “katholischer” Blick auf Machtthemen (Weiheämter + Macht, Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt)
  • Breite der Tradition beider Kirchen (aller Kirchen) nutzen
  • Räume teilen und angemessen nutzen

Quintessenz

  • Mehr Macht für gemeinsames Tun einsetzen und Kräfte bündeln: Gemeinsame Sendung Jesu Christi neu entdecken und ausgestalten

Was gibt es schon:

  • Vermögens-/Verwaltungsrat (Finanzen)
  • Visitation als Möglichkeit der Überprüfung, ob pastorale Ziele umgesetzt werden (Visitation: Rückmeldung, Feedback: Visitationsbericht: Nach zwei Jahren Revision)
  • Verpflichtendes Rahmenleitbild, Kontrollmechanismen, aber noch unklar, wie Konsequenzen aussehen könnten?
  • Teilung von Macht (Verwaltungsleitung)
  • Schutzkonzept – verbindliche Vorschrift – wie konsequent wird das umgesetzt?
  • MAV
  • Kirchenvorstand in der ev. Kirche, Schweiz (als Modell?)

Relevante Aspekte

  • Selbstverpflichtung
  • Rolle statt Person
  • Kontrakt
  • Wahl/Auftrag: sich von den Menschen, für die ich Verantwortung trage, einen Auftrag geben lassen
  • Feedback-Kultur; regelmäßiges Feedback
  • Beauftragung auf Zeit
  • Kollegiale Leitung
  • critical peers (Befragung)
  • Externe/unabhängige Expertise
  • Multiprofessionale Teams

Quintessenz

  • Es braucht formalisierte Verfahren und Regeln, die personenunabhängig sind. Es ist deine Verantwortung dies für deinen Handlungsbereich zu regeln.

Relevante Aspekte

  • Macht wird durch Personen gefüllt:
    Machtannahme
    Scheitern
    Lernen
    Lust und Verantwortung
    (Selbst-)Reflexion
  • Macht demokratisieren und befristen
  • Entscheidungs- & Zielfindung in Gemeinschaft
  • Unser Auftrag: Jesus hat machtvoll gehandelt und wir sind seine Nachfolger*innen
  • Angst vor: Konsequenzen, Machtmissbrauch, Entscheidung, Einsamkeit

Quintessenz

  • Nimm die Macht, die dir anvertraut ist, und tu im Sinn des Evangeliums Gutes damit.

Relevante Aspekte

  • in anderen Milieus bewegen (auf Gruppe zugehen – Orte, Themen, Sprache)
  • hohe Wechselbereitschaft/Unabhängigkeit
  • Kirche soll/kann Raum für Kreativität geben
  • Wissenstransfer schwierig aufgrund der kirchlichen Rollenlogik
  • Wie sehr müssen sich auch Junge anpassen, um “mitspielen” zu dürfen?
  • Macht der Gruppe – auch zu gehen/fern zu bleiben
  • ältere Generation baut Kirche für Folgegeneration!? Was ist die Kirchenkultur überhaupt?
  • Auftrag von Jungen, anders zu agieren
  • Gruppe hat die Macht, Ressourcen zu verknappen, Ressourcen nicht für Kirche der Ü50 zur Verfügung zu stellen
  • Wie kann ich meinen Glauben trotz Kirche gestalten?
  • Statt “plan” – “do”!

Quintessenz

  • Mit der Freiheit, gehen zu können, entsteht unsere Macht, Kirche mutig, anders, neu zu gestalten

Relevante Aspekte

  • “Was willst du, dass ich dir tue?”
    “Christus in uns, die Hoffnung auf die Herrlichkeit.”
    Menschwerdung Gottes
  • für Irritation sorgen / System stören
  • nicht um Erlaubnis fragen, der eigenen Energie folgen
  • Christus sein als Haltung / nicht nur Mitglied
  • Allianzen suchen, auch außerhalb
  • relevanten gesellschaftlichen Themen Raum geben
  • wir machen uns mit dem Menschen auf die Suche nach Gott

Quintessenz

  • Kirche als Netzwerk bilden
    Ausrichten des Einzelnen an der Ebenbildlichkeit Gottes / Einnehmen einer selbstverantworteten Haltung
    Zero-Budget!

Im Original – die Plakate der Gruppenarbeit:

Programm

MI 4/12

09H00 Start Check-in
10H00 Eröffnung des Kongresses

Erfahrungen mit Macht und Ohnmacht

Die Protagonist*innen erzählen von ihren eigenen Erfahrungen mit Macht und Ohnmacht. Im Dialog untereinander und mit den Teilnehmenden des Kongresses wird das Thema erfahrungsbezogen erschlossen.

Dr. Johannes zu Eltz, Stadtdekan von Frankfurt
Dr. Dirk Kall, Geschäftsführer der PIA Performance Interactive Alliance, ehem. Präsident von Fortuna Düsseldorf, Hamburg
Arlett Rumpff, Geschäftsführerin des Reformprozesses in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)
Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der EKD, Bundesministerin a.D., Berlin
Klaus Pfeffer, Generalvikar des Bistums Essen
Henning Otte, Leiter der dpa-Politikredaktion, Berlin

13H00 Mittagspause

14H30

Macht systematisch einordnen und verstehen

Drei Expert*innen werden das Thema Macht systematisch aus ihren jeweiligen fachlichen Perspektiven beleuchten. Schrittweise wird das Thema aus psychologischem, soziologischem und theologischem Blickwinkel konzeptionell fundiert, um Strukturen, Prozesse und Mechanismen der Macht besser zu verstehen.

Christine Bauer-Jelinek, Wirtschaftscoach und Psychotherapeutin, Wien

DIE HELLE UND DIE DUNKLE SEITE DER MACHT
Wie Sie durchschauen, wenn Religion, Moral und Spiritualität instrumentalisiert werden.
Wie Sie einen angemessenen und selbstbewussten Umgang mit Macht entwickeln, indem Sie die Mechanismen verstehen.
Wie Sie sich emanzipieren und Ihre Ziele erreichen, ohne Ihre Werte zu verraten.

Prof. Dr. Rainer Bucher, Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie, Universität Graz

TRANSFORMATIONEN DER PASTORALMACHT

Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, ehem. Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages

KIRCHLICHE MACHTSTRUKTUREN IN DER LIBERALEN MODERNE

18H15

Abendlob

19H00

Abendbuffet und Musik

Donnerstag, 5. Dez

09H00

Vertiefung und Praxistransfer

In parallelen Workshops werden einzelne Facetten von Macht vertieft. Vorbereitend auf die Transformation erfolgen fachliche Inputs und erarbeiten die Teilnehmer*innen mit den Referent*innen Ansätze und Möglichkeiten der Transformation für die kirchliche Praxis.

09H40

1. WORKSHOPRUNDE

Dr. Falko von Ameln, Priv.-Doz., Diplom-Psychologe, Berater, Trainer und Coach, Norden

MACHT UND ENTSCHEIDUNG

Karl Haucke, Dozent i.R. der TH Köln, Sprecher des Betroffenenbeirates beim Erzbistum Köln

MACHT UND (SEXUELLER) MISSBRAUCH

Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Professor für Theologie der Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster

MACHT UND SPIRITUALITÄT

Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Direktor des Instituts M.-Dominique Chenu Berlin

PASTORALE MACHT

Dr. Christiane Florin, Politikwissenschaftlerin und Journalistin, Redakteurin „Religion und Gesellschaft“ beim Deutschlandfunk, Köln

FRAUEN UND MACHT

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar, Pfarrerin, ÖKT-Vorstand, Bad Vilbel und
Christoph Stender, Geistlicher Rektor des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Bonn/Aachen

MACHT EVANGELISCH/KATHOLISCH

Thomas Winkel, Stv. Chefredakteur/Chef vom Dienst der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)

MEINUNG MACHT MEDIEN

11H00

2. WORKSHOPRUNDE

Andreas Ehart, Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Seckau

FINANZEN UND MACHT

Dr. Stefan Kiechle SJ, Delegat für Ignatianische Spiritualität und Chefredakteur der Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“, ehem. Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Frankfurt

MACHTSTRUKTUREN

Ass.-Prof.in Dr.in Judith Klaiber, Assistenz-Professorin, Institut für Praktische Theologie, Kath. Privat-Universität Linz

FÜHRUNG UND MACHT

Monika Oboth, Führungskräftecoach, Trainerin in Gewaltfreier Kommunikation, Systemische Aufstellerin und Teamentwicklerin, Bad Honnef

MACHT DER SPRACHE

Monika Schmelter, Diplom-Theologin, Maria 2.0, Lüdinghausen und
Andrea Voß-Frick, Diplom-Psychologin, Maria 2.0, Münster

SELBSTERMÄCHTIGUNG – DIE MACHT DER OHNMÄCHTIGEN

Prof. Dr. Michael Schüßler, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Universität Tübingen

MACHT IN PASTORALEN PROZESSEN

Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der EKD, Bundesministerin a.D., Berlin

MACHTDYNAMIK DER SYNODE

12H30 Mittagspause

14H00

Ausblick, Reflexion, Abschluss

Die Teilnehmer*innen bearbeiten Themen, die sich als zentral gezeigt haben, um daraus Statements, Ideen oder Handlungsempfehlungen zu formulieren. Verantwortungsträger*innen aus den Kirchen treten mit in den Diskurs und reflektieren die vorgestellten Ansätze.

Dr. Melanie Beiner, Oberkirchenrätin, Leiterin Dezernat “Kirchliche Dienste” der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Dr. Birgit Klostermeier
, Landessuperintendentin / Regionalbischöfin für den Sprengel Osnabrück, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover
Dr. Ulrich von Plettenberg, Generalvikar, Bistum Trier
Ansgar Thim, Generalvikar, Erzbistum Hamburg

16H20 Auswertung und Abschluss (Ende: 16H30)

Protagonist*innen

Die Protagonist*innen treten in unterschiedlichen Rollen im Kongress auf: Expert*in Führungskraft Board-Mitglied Coach

  • Dr. Falko von Ameln

    Priv.-Doz., Diplom-Psychologe, Berater, Trainer und Coach

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  • Christine Bauer-Jelinek

    Wirtschaftscoach und Psychotherapeutin

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  • Dr. Melanie Beiner

    Oberkirchenrätin, Leiterin Dezernat “Kirchliche Dienste” der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

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  • Prof. Dr. Rainer Bucher

    Professor für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie, Universität Graz

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  • Dr. Valentin Dessoy

    Geschäftsführer kairos. Coaching, Consulting, Trai­ning

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  • Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap

    Professor für Theologie der Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster

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  • Andreas Ehart

    Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Seckau

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  • Dr. Johannes zu Eltz

    Stadtdekan von Frankfurt und Bischöflicher Kommissar

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  • Prof. Dr. Ulrich Engel OP

    Direktor des Instituts M.-Dominique Chenu Berlin

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  • Dr. Christiane Florin

    Politikwissenschaftlerin und Journalistin

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  • Ursula Hahmann

    Geschäftsführerin der XIQIT GmbH

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  • Karl Haucke

    Dozent i.R. der TH Köln, Sprecher des Betroffenenbeirates beim Erzbistum Köln

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  • Jan-Christoph Horn

    Pastoralreferent in der kirchlichen Organisationsberatung und Pastoralentwicklung im Bistum Münster

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  • Dr. Benedikt Jürgens

    Leiter des Kompetenzzentrums Führung am zap, Ruhr-Universität Bochum

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  • Dr. Dirk Kall

    Geschäftsführer der Performance Interactive Alliance Group

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  • Dr. Stefan Kiechle SJ

    Chefredakteur „Stimmen der Zeit“; Delegat der Deutschen Provinz der Jesuiten für ignatianische Spiritualität

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  • Ass.-Prof.in Dr.in Judith Klaiber

    Assistenz-Professorin, Institut für Praktische Theologie, Kath. Privat-Universität Linz

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  • Dr. Birgit Klostermeier

    Landessuperintendentin für den Sprengel Osnabrück

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  • Dr. Elisabeth Krause-Vilmar

    Pfarrerin, ÖKT-Vorstand

    mehr

  • Hans Karl Krey

    Leiter und Geschäftsführer der „Diözesanstelle für Pastorale Begleitung“

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  • Dr. Gundo Lames

    Direktor des Strategiebereichs "Ziele und Entwicklung" im Bischöflichen Generalvikariat Trier

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  • Jutta Loke

    Freiberufliche Beraterin, Trainerin, Coach, Moderatorin

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  • Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer

    Professorin für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät Freiburg

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  • Monika Oboth

    Führungskräftecoach, Trainerin in Gewaltfreier Kommunikation, Systemische Aufstellerin und Teamentwicklerin

    mehr

  • Henning Otte

    Leiter der dpa-Politikredaktion

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  • Klaus Pfeffer

    Generalvikar des Bistums Essen

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  • Dr. Ulrich Graf von Plettenberg

    Generalvikar des Bistums Trier

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  • Dr. Andrea Qualbrink

    Referentin im Stabsbereich Strategie & Entwicklung im Generalvikariat Essen

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  • Frank Reintgen

    Referent der Diözesanstelle für den Pastoralen Zukunftsweg im Erzbistum Köln

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  • Arlett Rumpff

    Geschäftsführerin des Reformprozesses in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

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  • Monika Schmelter

    Diplom-Theologin, Maria 2.0

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  • Dr. Christopher Scholtz

    Leiter des IPOS Instituts für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN

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  • Prof. Dr. Michael Schüßler

    Professor für Praktische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen

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  • Dr. Irmgard Schwaetzer

    Präses der Synode der EKD, Bundesministerin a.D.

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  • Christoph Stender

    Geistlicher Rektor im Zentralkomitee der deutschen Katholiken

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  • Jutta Tacke

    Organisations- und Unternehmensberaterin

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  • Ansgar Thim

    Generalvikar des Erzbistums Hamburg

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  • Dr. Ellen Ueberschär

    Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung

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  • Andrea Voß-Frick

    Diplom-Psychologin, Maria 2.0

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  • Ludwig Weitz

    Systemischer Organisationsentwickler, Moderator, Trainer, Coach

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  • Thomas Winkel

    Stv. Chefredakteur/Chef vom Dienst der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)

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  • Andreas Würbel

    Referent für Kunst, Kultur und Schule, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

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Rollen

Auch beim Kongress wird Macht ausgeübt. Diese wird in der Architektur des Kongresses durch unterschiedliche Rollen deutlich.

Teilnehmer*innen

Die Teilnehmer*innen werden als Kund*innen und Mitgestaltende verstanden. Als Kund*innen haben Sie Anspruch auf einen inhaltlich, ästhetisch, organisatorisch und kommunikativ gut gestalteten Prozess. Als Mitgestaltende können sich die Teilnehmer*innen mit ihren Fragen, Ansichten und Erfahrungen einbringen und Einfluss auf das Kongressgeschehen nehmen.

Expert*innen

Expert*innen treten als Referent*innen auf und geben Auskunft über ihre Erfahrungen mit Macht und Ohnmacht oder betrachten Phänomene, Prozesse und Strukturen von Macht aus einer spezifischen fachlichen Perspektive, um Verstehen und Veränderung zu ermöglichen. Expert*innen haben Macht durch Erfahrung und/oder Know-how.

Dr. Johannes zu Eltz, Dr. Dirk Kall, Arlett Rumpff, Dr. Irmgard Schwaetzer, Klaus Pfeffer, Henning Otte, Christine Bauer-Jelinek, Prof. Dr. Rainer Bucher, Dr. Ellen Ueberschär, Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Dr. Falko von Ameln, Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Dr. Christiane Florin, Dr. Stefan Kiechle SJ, Ass.-Prof.in Dr.in Judith Klaiber, Dr. Elisabeth Krause-Vilmar, Monika Oboth, Monika Schmelter, Prof. Dr. Michael Schüßler, Christoph Stender, Andrea Voß-Frick

Führungskräfte

Am Kongress nehmen viele Führungskräfte teil. Ausgewählte Führungskräfte, die im Vorfeld gebrieft worden sind, diskutieren am Ende des Kongresses über die Themen, Erkenntnisse und Impulse des Kongresses für die Praxis und bringen dabei ihre spezifische Sicht als Verantwortungsträger*innen ein, die strukturell mit Macht ausgestattet sind.

Dr. Melanie Beiner, Dr. Birgit Klostermeier, Dr. Ulrich von Plettenberg, Ansgar Thim

Board-Mitglieder

Das Board ist verantwortlich für Planung, Organisation und Durchführung des Kongresses. Während des Kongresses trifft es alle Entscheidungen, die erforderlich sind, um den erfolgreichen Verlauf des Kongresses i.S. der Konzeption sicherzustellen (vertikale Führung). Alle weiteren Rollen – mit Ausnahme der Teilnehmenden – handeln in seinem Auftrag.

Dr. Valentin Dessoy, Ursula Hahmann, Dr. Benedikt Jürgens, Dr. Gundo Lames, Frank Reintgen, Dr. Christopher Scholz, Jutta Tacke, Ludwig Weitz, Andreas Würbel

Coaches

Die Coaches sollen als Kongressbegleiter – innerhalb des vorgegebenen Gesamtrahmens – die Partizipation der Teilnehmer*innen fördern. Das schließt eine Mitgestaltung des Kongressgeschehens mit ein. Die Coaches haben „Macht“ durch eine horizontale Führungsfunktion während des Kongresses. Dadurch werden die vertikale Führungsfunktion und Machtausübung durch das Board transparent. Das Board gibt Gestaltungsmacht ab.

Jan-Christoph Horn, Hans-Karl Krey, Jutta Loke, Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Dr. Andrea Qualbrink

Anmeldung

Der Kongress ist ausgebucht. Wir können Sie gerne auf eine Warteliste setzen.
Bitte wenden Sie sich bei Interesse an die Thomas-Morus-Akademie (akademie@tma-bensberg.de, 02204-408472)

Teilnehmer*innen

Der Kongress richtet sich an Führungs- und Fachkräfte in Gesellschaft und Kirchen, die auf der Suche nach Impulsen für eine wertorientierte, sozial verantwortete und nachhaltige Zukunftsentwicklung sind und dabei auf einen kritisch-konstruktiven Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft setzen.

Hauptamtliche sind ebenso angesprochen, wie Ehrenamtliche, die in synodalen Gremien, Projekten oder Initiativen Verantwortung tragen.

Veranstalter

kairos. Coaching, Consulting, Training // Thomas-Morus-Akademie Bensberg // Strategiebereich Ziele und Entwicklung des Bischöflichen Generalvikariates Trier  // IPOS Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision in der EKHN.

Vorbereitungsteam

Dr. Valentin Dessoy, Ursula Hahmann, Dr. Benedikt Jürgens, Dr. Gundo Lames, Frank Reintgen, Dr. Christopher Scholz, Jutta Tacke, Ludwig Weitz, Andreas Würbel

Tagungsort & Kosten

Thomas-Morus-Akademie Bensberg/Kardinal-Schulte-Haus,
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach,
Telefon 02204 – 408472

Der Preis für den Kongress ohne Übernachtung beträgt 375 € und umfasst den Tagungsbeitrag, Mittag- und Abendessen, Mineralwasser, Kaffee- und Teepausen.

Eindrücke vom 6. Strategiekongress

Fotos: Martin Kröger, Andreas Würbel

Fotos vom 1. Tag, vormittags

Fotos vom 1. Tag, nachmittags

Fotos vom 2. Tag, vormittags

Fotos vom 2. Tag, nachmittags

Foto: Kardinal Schulte Haus