Dr. Birgit Klostermeier

Statement

Macht ist für mich in erster Linie eine soziale Kategorie. Macht ist in Beziehungen zwischen Menschen. Sie ist tatsächlich in diesem „Zwischen“ angesiedelt.  Man kann Macht nicht haben oder besitzen, sondern man ist mit etwas ausgestattet, Macht auf die eine oder andere Weise ins Spiel zu bringen und andere Menschen auf gute oder schlechte Weise zu bewegen. Dieses „Etwas“, diese Ausstattung kann Wissen sein oder Selbstbewusstsein, es können Waffen sein oder die Zugangsrechte zu Wasserquellen. Macht an sich ist weder gut noch schlecht. Deshalb geht es darum, auf Ausstattung von und Auswirkung auf Menschen zu achten.

Vita

Geboren 1960 in Herford, aufgewachsen in Bünde, Witten/Ruhr und Osnabrück, verheiratet, zwei Kinder.

  • 1979-1987   Studium der Soziologie und evangelische Theologie in Göttingen und Heidelberg
  • 1987-2001   Gemeindepastorin in Wunstorf bei Hannover
  • 1999-2007   Studienleiterin in der kirchlichen Aus- und Fortbildung in Loccum
  • 2008-2011   Wissenschaftliche Referentin am Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
    Gemeinde- und Organisationsberaterin
  • 2010 Promotion in Basel
  • 2011 Superintendentin im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg
  • 2015 Landessuperintendentin für den Sprengel Osnabrück

Ausgewählte Veröffentlichungen:

  • Das unternehmerische Selbst der Kirche. Eine Diskursanalyse, De Gruyter, Berlin/ Boston 2011.
  • Wächst die Kirche mit ihren Alten? Altersbilder bei Pastorinnen und Pastoren, Pastoraltheologie 98. Jg. 2009/9, S. 360-379.
  • Veränderungen beobachten und Beobachtungen verändern. Diskursanalytische Anmerkungen zur Ökonomisierung von Gesellschaft und Kirche, Wege zum Menschen 68. Jg. 2016/2; S. 107-126.