Prof. Dr. Ulrich Engel OP

Statement

M.E. liegt das Verdienst der Analysen Michel Foucaults (1926-1984) in der Erkenntnis, dass wir uns dem Spiel der Macht nicht entziehen können. Das ist allerdings nicht deterministisch gemeint. Vielmehr plädiert Foucault für eine Kultur der Macht, die Freiräume für verantwortungsvolles Handeln zu schaffen vermag. In diesem Sinne kann sich das Individuum in den Konstellationen der Macht kreativ verhalten und ist somit den disziplinartechnischen Selbst- und Gesellschaftsverhältnissen nicht notwendig ausgeliefert.
(Vgl. U. Engel, Pastoralmacht. Reflexionen mit Michel Foucault, in: Wort und Antwort 56(2015), 163-169)

Vita

Dr. theol. habil. Ulrich Engel OP (*1961) ist Mitglied des Dominikanerordens (www.dominikaner.de) und als Professor für Philosophisch-theologische Grenzfragen an der PTH Münster tätig (www.pth-muenster.de). Er hat an den Universitäten Münster, Bonn und Fribourg (CH) sowie an der PTH Benediktbeuern Kath. Theologie studiert. Am Forschungszentrum „Institut M.-Dominique Chenu“ in Berlin (www.institut-chenu.eu) befasst er sich heute mit zukunftsfähigen Formen von Theologie und Kirchesein in post/säkularen Kontexten. Sein fachliches Interesse gilt vor allem der neuen Politischen Theologie, der intellektuellen Auseinandersetzung mit der „Neuen Rechten“, der Theologie des Ordenslebens sowie theologischen Anschlussmöglichkeiten an Entwürfe postmoderner politischer Philosophien. Ulrich Engel ist verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Wort und Antwort“ (www.wort- und-antwort.de) und arbeitet als Seelsorger des „Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes“ (www.kaad.de). Zudem engagiert er sich mit anderen Visionären für die Gründung eines „Campus für Theologie und Spiritualität Berlin“ in Trägerschaft von Orden und Geistlichen Gemeinschaften.