Monika Schmelter

Statement

Maria 2.0 und Macht? Veränderung von unten durch Selbstermächtigung

Uns Frauen von Maria 2.0 wird ja häufig vorgeworfen, uns ginge es nur um Macht. Und deshalb erwüchsen unsere Wünsche - nicht zuletzt der nach der Möglichkeit der Frauenordination in der katholischen Kirche - nicht einem christlichen Denken und Fühlen sondern seinen rein egostisch motiviert.

Macht aber hat viele Gesichter und die Erfahrung lehrt, dass sie dann, wenn sie nur wenigen gegeben ist und in einem geschlossenen und abgeschotteten Raum wachsen kann, ihr hässlichstes Gesicht zeigt - das der Ausgrenzung, Ausbeutung und des Missbrauchs von Menschen. Macht benötigt Luft und Licht, braucht Diversivität und Vielfalt, braucht Kontrolle und Transparenz. Nur dann kann sie als Gestaltungsmacht im Sinne Vieler wachsen und Frucht bringen anstatt zu wuchern und zu töten.

Deshalb setzen wir der Macht von oben eine Macht von unten entgegen - wir ermutigen die Menschen, selbst ins Handeln zu kommen und ihre Sehnsüchte und Wünsche nicht nur zu formulieren, sondern dort, wo es geht, in die Tat umzusetzen, sich selbst zu ermächtigen und so ihre Kirche von unten zu verändern - im Sinne einer Kirche, die niemanden ausgrenzt und in der das Evangelium wieder glaubhaft gelebt wird.

Vita

geb. 1956 in Köln
Klass. kath. Sozialisation
Ausbildung als Hörgeräte-Akustikerin im Familienbetrieb
1978-84 Ordensfrau
1981-84 Studium der Theologie
1984-89 Jobs, Ausbildung, Neuorientierung
1988-1994 Fortbildung zur Fem. Psychodrama-Leiterin
1990-93 Studium der Theologie (Dipl.)
1993-2018 Leitende Tätigkeit in der Eingliederungshilfe
Seit 2019 berentet