Klaus Pfeffer

Statement

Demütige Macht 

Ohne „Macht“ lässt sich nichts „machen“. Jeder braucht sie, um etwas zu bewegen. Macht ist jedoch  begrenzt; auch die Macht eines Amtes. Sie ist „nur“ verliehen durch eine Gemeinschaft, die zum Überleben Steuerung braucht. Macht ist insofern ein Dienst vor allem für andere. Sie setzt Mut voraus, um Macht auszuüben, aber auch Demut, um ihre Grenzen zu anzuerkennen. Wo ich Macht als mein „Eigentum“ begreife, beginnt sie zu schwinden. Mag sein, dass Macht-Haber durch Druck und Gefolgschaft für eine Weile sehr stabile Systeme schaffen können. Ohne die Anerkennung der Menschen jedoch fehlt ihrer Macht das Fundament. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auf autoritärer Macht basierende Systeme zerfallen.

Vita

Generalvikar Klaus Pfeffer wurde 1963 im Sauerland geboren. Von 1983 bis 1985 war er als Volontär und Redakteur bei einer Werdohler Tageszeitung tätig. Nach dem Studium der Theologie in Bochum und Innsbruck wurde er 1992 zum Priester geweiht. Fast zwanzig Jahre war er in der Jugendpastoral tätig. 2011 wechselte er als Personaldezernent für das pastorale Personal in die Verwaltung des Bistums Essen. Seit 2012 ist er Bischöflicher Generalvikar des Bischofs von Essen und Moderator der Bischöflichen Kurie. Seit 1995 engagiert er sich in der kirchlichen Rundfunkarbeit und ist darüber hinaus als Buchautor tätig.