Dr. Stefan Kiechle SJ

Statement

Macht ist gut und zugleich riskant. Zum einen gestalten wir mit unserer Macht Wirklichkeit und verändern sie auf gute Ziele hin. Zum anderen verführt uns Macht zum Missbrauch, und wir schädigen uns und die uns anvertrauten Menschen. Zum einen erfordert für Christen der persönliche Umgang mit Macht eine gute Unterscheidung der Geister. Zum anderen erfordert der strukturelle Umgang mit Macht wirksame Mechanismen, wie Macht verliehen und ausgeübt, wie sie kontrolliert und wieder abgegeben wird. Macht ist eine auf Zeit verliehene Gabe und eine verantwortlich auszuübende Aufgabe.

Vita

  • Geboren am 26.5.1960 in Freiburg im Breisgau.
  • Studium der Theologie und Philosophie in Freiburg, Jerusalem (Dormition Abbey), München (Hochschule für Philosophie) und Frankfurt (Hochschule Sankt Georgen) 1979 bis 1989.
  • Noviziat der Jesuiten 1982 bis 1984.
  • Assistent des Novizenmeisters und Kaplan 1989 bis 1991.
  • Doktorats-Studium in Paris (Centre Sèvres) 1991 bis 1994; Dr. theol. mit einer Arbeit zur Spiritualität des Ordensgründers Ignatius von Loyola.
  • Ausbildungszeit in Santiago de Chile 1995.
  • Hochschulpfarrer an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München, 1995 bis 1998.
  • Novizenmeister der Jesuiten in Nürnberg, von 1998 bis 2007.
  • Leiter der „Offenen Tür“, Cityseelsorger und Exerzitienbegleiter in Mannheim, von 2007 bis 2010; verschiedene Lehraufträge.
  • Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten mit Sitz in München, 2010 bis 2017.
  • Seit Herbst 2017: Chefredakteur der Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“; Delegat der Deutschen Provinz der Jesuiten für ignatianische Spiritualität. Wohnhaft in Frankfurt.

 

Buchveröffentlichungen u.a.:

  • Macht ausüben, Würzburg 2005.
  • Achtsam und wirksam. Führen aus dem Geist der Jesuiten, Freiburg 2019.

Foto: Harald Neumann